{"id":257,"date":"2012-12-15T19:18:09","date_gmt":"2012-12-15T18:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/?p=257"},"modified":"2022-12-20T09:59:01","modified_gmt":"2022-12-20T08:59:01","slug":"alte-muster-loslassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/?p=257","title":{"rendered":"Alte Muster loslassen"},"content":{"rendered":"<p>Alte Muster loslassen, oder warum wir immer wieder in alte Verhaltensweisen fallen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu muss man wissen wie Erfahrungen gespeichert und verarbeitet werden. Wo die verschiedenen Erfahrungen abgelegt werden, um bei Bedarf pr\u00e4sent zu sein.<\/p>\n<p>Das gesamte K\u00f6rpersystem ist von Beginn ein komplexes, hochspezialisiertes, Funktionssystem. Bereits w\u00e4hrend &nbsp;unserer intrauterinen Entwicklung werden Programme gespeichert und&nbsp; als erlernt geankert. Ab der 14. Schwangerschaftswoche sind unser Geh\u00f6r und &nbsp;Gleichgewichtsorgan funktionsf\u00e4hig. Die Natur m\u00f6chte immer einen Vorsprung haben und l\u00e4sst uns bereits in unserer uterinen &nbsp;Entwicklung Erfahrungen machen, die unser Verhalten beeinflussen. Das Kind lebt und erlebt wie die Mutter, nur aus einer anderen Perspektive. Vom Zeitpunkt der Zeugung werden alle Erfahrungen gespeichert.<\/p>\n<p>Unser gesamtes K\u00f6rpersystem ist permanent an einen Datenfluss angeschlossen. Alle neuen Informationen werden&nbsp; mit dem Erfahrungsspeicher verglichen, der quasi die Referenz darstellt. So ist leicht vorstellbar warum unser Verhalten immer vorausschaubar und im Vergleich mit anderen Menschen derart unterschiedlich ist. Weil eben jeder f\u00fcr sich seine Pr\u00e4gung hat. &nbsp;Epigenetik&nbsp; die Pr\u00e4gung aus unserer unmittelbaren Umgebung, das schauen nach unseren &nbsp;Vorbildern, mit der Perspektive eines kleinen Kindes und bis zum dritten Lebensjahr ohne eine Bewertung, also aus der absoluten Neutralit\u00e4t. Man sieht heute als gesichert, dass wir nur zu 50% genetisch, die zweiten 50% eben die epigenetische Pr\u00e4gung macht. So wird es einen Unterschied machen ob ich auf einem S\u00fcdseeatoll, oder in einem Kriegsgebiet geboren bin. Die genetische Pr\u00e4gung bestimmt&nbsp; unseren Habitus und eben alle neurologischen &nbsp;Funktionen, die nach der Geburt noch zwei Jahre weitere Entwicklung und Reifung bed\u00fcrfen um so weit entwickelt zu sein wie die meisten S\u00e4ugetiere nach der Geburt, oder sp\u00e4testens nach wenigen Monaten. Der neugeborene S\u00e4ugling ist absolut angewiesen auf seine Mutter. So bleibt der neugeborene S\u00e4ugling bis zum zweiten Lebensjahr eine physiologische Fr\u00fchgeburt. Diese langbestehende Unreife hat zu Gunsten unserer Aufrichtung und damit einer enormen Vergr\u00f6\u00dferung unserer Hirnmasse&nbsp; gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Als hochentwickelte S\u00e4ugetiere haben wir ein entsprechendes Verhalten, n\u00e4mlich Flucht-Kampf, Essen und Verdauen, sowie die Reproduktion. Alle drei Verhaltensm\u00f6glichkeiten sind direkt oder indirekt als \u00dcberlebensmuster vorgegeben.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir wirklich entscheiden wie wir uns verhalten?<\/p>\n<p>In Gefahrensituationen gewiss nicht, denn hier geht es ums \u00fcberleben, d.h. wir werden spontan die Flucht aus einer Gefahrensituation machen, oder uns verteidigen.<\/p>\n<p>Alle drei Verhaltensm\u00f6glichkeiten dienen dem \u00dcberleben, so gibt uns das Flucht-Kampfmuster durch Bereitstellung von Stresshormonen eine direkte M\u00f6glichkeit unser Leben zu retten, oder uns zu verteidigen. In einer solchen Situation sind alle K\u00f6rperfunktionen die nicht dringend erforderlich sind ausgeschalten, oder minimiert. Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol, Glutamin\u2026.machen alle notwendigen Ressourcen frei. Unser Schmerzempfinden ist&nbsp; gesenkt,<\/p>\n<p>Wir kennen diesen Zustand als Symphaticotonus, oder man stelle sich die Katze vor der Maus vor. &nbsp;Sind wir im Zustand der Nahrungsaufnahme brauchen wir ganz andere Hormone und Enzyme, sodass wir unsere Stoffwechselvorg\u00e4nge erm\u00f6glichen. Als Bild sehen wir die Katze hinterm Ofen.<\/p>\n<p>Sind wir im Reproduktionsmuster haben wir<\/p>\n<p>K\u00f6rperwahrnehmung, Eutonie, Hypnose, Meditation, Thetawellen\u2026. Begriffe mit denen wir mehr, oder eher weniger anfangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Gemeinsamkeit ist der ph\u00e4nomenologische Ansatz. Das Denken tritt in den Hintergrund, das Erleben in den Vordergrund. Der Ansatz ist erlebnisorientiert.<\/p>\n<p>Die Aufmerksamkeit ist nach Innen gerichtet.<\/p>\n<p>Es wird fokussiert und zentriert und geht dem Gef\u00fchl der Entspannung einher.<\/p>\n<p>Alltagsgedanken&nbsp; werden bewusst ausgeblendet, der Fokus wechselt von der aktiven zur passiven Seite. Es tauchen Bilder auf. Der&nbsp; Muskeltonus ver\u00e4ndert sich, sowie auch die K\u00f6rperwahrnehmung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alte Muster loslassen, oder warum wir immer wieder in alte Verhaltensweisen fallen. &nbsp; &nbsp; Dazu muss man wissen wie Erfahrungen gespeichert und verarbeitet werden. Wo die verschiedenen Erfahrungen abgelegt werden, um bei Bedarf pr\u00e4sent zu sein. Das gesamte K\u00f6rpersystem ist von Beginn ein komplexes, hochspezialisiertes, Funktionssystem. 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