{"id":353,"date":"2013-02-17T17:48:24","date_gmt":"2013-02-17T16:48:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/?page_id=353"},"modified":"2019-06-01T17:54:48","modified_gmt":"2019-06-01T16:54:48","slug":"primaristic","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/?page_id=353","title":{"rendered":"Primaristic"},"content":{"rendered":"<h6>Primaristische Therapie<\/h6>\n<p>Primaristic \u00ae ist die Lehre von der Neurophysiologischen Ordnung in Analyse und Auswirkungen auf die<br \/>\nmenschlichen Denk- und Handlungsweisen und der daran gebundenen gesetzm\u00e4\u00dfigen Abfolge von gesunder Entwicklung. Ihr zugeordnet ist das primaristische Therapiekonzept, das in jedem Lebensalter einsetzbar ist: Das Therapiekonzept Pfeiffer-Meisel (TPM). TPM ist eine sensorische Therapie, die bereits in den 70iger Jahren von Helga Helene Pfeiffer-Meisel entwickelt wurde. Der Name Primaristic \u00ae leitet sich aus prim\u00e4ren Grundlagen f\u00fcr physiologische K\u00f6rperhaltung und Bewegung ab. Die Primaristic \u00ae befasst sich mit der Physiologie der sensomotorischen Entwicklung. Eine St\u00f6rung dieser Entwicklung ist in Form einer zentralen Koordinationsst\u00f6rung gekennzeichnet durch ein Fortbestehen von tonischen Muster, wie dem asymmetrisch (ATNR) und symmetrisch tonischen Nackenreflex (STNR) oder dem tonischen Labyrinthreflex (TLR). Dies zieht automatisch eine Tonusst\u00f6rung nach sich. Damit ist eine St\u00f6rung der Reifung des Zentralen Nervensystems (ZNS) verbunden. Tonusst\u00f6rungen behindern eine geordnete physiologische Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr, mit der Folge von Wahrnehmungsst\u00f6rungen und motorischen Defiziten. Einer der wichtigsten dieser physischen Aktivit\u00e4ten ist das Krabbeln im Kreuzgang, um neben der Funktion der reinen Fortbewegung die Zusammenarbeit zwischen den Gehirnh\u00e4lften zu entwickeln. Diese bildet die Grundlage f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige sensomotorische Organisation. \u201c Die Unreife des ZNS ist unbedingt sofort behandlungsbed\u00fcrftig. Die Primaristic\u00ae macht eine neurophysiologische Ganzheitsbehandlung (Therapiekonzept Pfeiffer-Meisel, TPM) m\u00f6glich. Wird im ersten Lebensjahr die Unreife des ZNS nicht erkannt, wird die Tonusst\u00f6rung durch die Bewegungen des Kindes noch weiter verfestigt, so dass die fr\u00fchkindlichen Reflexe. wie der ATNR, STNR und TLR nicht die Chance haben, ihre Wirksamkeit in ihrer unwillk\u00fcrlichen Form zu verlieren. Wenn die tonischen Muster bestehen bleiben, steht der K\u00f6rper st\u00e4ndig unter Spannung, die zu Ver\u00e4nderungen des K\u00f6rpers und der Psyche f\u00fchrt. Verhaltensauff\u00e4lligkeiten, die sich daraus zwangsl\u00e4ufig sp\u00e4ter ergeben werden, sind von ihrer Auspr\u00e4gung her individuell sehr unterschiedlich, haben auf den Menschen jedoch ein Leben lang einen einschr\u00e4nkenden Einfluss. Die Aufgabe der primaristischen Therapie ist, die Wirkung der tonischen Muster zu unterbrechen und auszuschalten. Dies geschieht durch die Schulung der Wahrnehmung des Kindes in Haltungen, die frei von tonischen Mustern sind. Tonusst\u00f6rungen sind immer unabh\u00e4ngig von der Intelligenz. Nur je intelligenter ein Mensch mit Tonusst\u00f6rungen ist, umso mehr kognitive M\u00f6glichkeiten der Kompensation stehen ihm zur Verf\u00fcgung. Da zwischenmenschliche Erfahrungen von der eigenen Wahrnehmung geleitet werden, besteht das Interesse der Primaristic\u00ae, neben den motorisch zeitgebundenen Entwicklungsstufen, von Anfang an auch an einer gesunden Wahrnehmung. Die neurophysiologische Ordnung wird bei der Anwendung der Primaristic\u00ae vollst\u00e4ndig respektiert und kann in jedem Lebensalter angewendet werden. Eine bereits verfestigte Tonusst\u00f6rung kann in jedem Alter zur Normalisierung hin ver\u00e4ndert werden, wobei nat\u00fcrlich die Erfolge bei einer in der Kindheit angewandten Therapie am besten sind. Der Mensch hat angeborene Schw\u00e4chen (Diathese). Daraus entwickeln sich im Laufe des Lebens Krankheiten. Die Veranlagung zur Koordinationsst\u00f6rung wird vererbt, nicht die Krankheiten. Die primaristische Therapie kann entscheidend beeinflussen, ob aus der Diathese Krankheiten sich entwickeln. Damit wird deutlich, dass ein Therapieren an bestimmten Defiziten, wie es h\u00e4ufig in der Physiotherapie, der Ergotherapie oder auch Psychotherapie zu finden ist, nicht den Erfolg haben kann, wie es sich viele erhoffen. Im Gegenteil, die Verhaltenstherapie oder auch viele Hilfsmittel aus der Ergotherapie verfestigen nur noch die tonischen Muster. Die angeborenen motorischen Steuerungsmechanismen der Reflexe, d.h. die unwillk\u00fcrlichen motorischen Reaktionen, k\u00f6nnen ohne primaristische Behandlung nicht unwirksam werden, sie k\u00f6nnen nur mehr oder weniger beansprucht werden. Um aus diesen Reflexmustern heraus zu kommen, ist es notwendig, den K\u00f6rper perzeptive Erfahrungen machen zu lassen, bei denen keinerlei pathologischen Spannungen sp\u00fcrbar sind. Das ist nur m\u00f6glich, wenn K\u00f6rperhaltungen eingenommen werden, in denen keine tonischen Muster von ATNR, STNR oder TLR wirksam sind. Damit bekommt auch das Gehirn andere Informationen, die physiologisch und frei von einer globalen Tonusst\u00f6rung unter der Einwirkung von ATNR, STNR oder TLR sind. Hat das Gehirn einmal diese Erfahrung gemacht und als ergonomisch erkannt, wird es immer mehr darauf zur\u00fcckgreifen. Eine spannungsfreie Lage des K\u00f6rpers, die sich nicht nur auf die Muskulatur, sondern auch auf alle Gewebe, wie der Gef\u00e4\u00dfe, der inneren Organe, der Sehnen und B\u00e4nder erstreckt, l\u00e4sst den Menschen reifer werden. Er erf\u00e4hrt ein anderes K\u00f6rpergef\u00fchl und sp\u00fcrt welche Erleichterung dieser Zustand ist. Daher sind diese K\u00f6rperhaltungen die in der Primaristic\u00ae eingenommen werden, keine \u00dcbungen im physiotherapeutischen Sinne. Es sind sensorische Erfahrungen, die den ganzen Menschen erfassen, sowohl physisch, psychisch, intellektuell, sozial und auch spirituell.<\/p>\n<p>Dr. Herbert Pfeiffer, Fichtestr. 14A, 65719 Hofheim, Tel. 06192 7015, dr.pfeiffer@grnx.net<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Primaristische Therapie Primaristic \u00ae ist die Lehre von der Neurophysiologischen Ordnung in Analyse und Auswirkungen auf die menschlichen Denk- und Handlungsweisen und der daran gebundenen gesetzm\u00e4\u00dfigen Abfolge von gesunder Entwicklung. Ihr zugeordnet ist das primaristische Therapiekonzept, das in jedem Lebensalter einsetzbar ist: Das Therapiekonzept Pfeiffer-Meisel (TPM). TPM ist eine sensorische Therapie, die bereits in den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/?page_id=353\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Primaristic<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":88,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-353","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=353"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/353\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1084,"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/353\/revisions\/1084"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/88"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.osteopathie-wirthwein.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}